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Die Geschichte der Gemeinde Hennstedt
Der Ort Hennstedt entstand voraussichtlich mit
der Einwanderung der Sachsen in den holsteinischen
Raum ab dem 5. Jahrhundert. Die Kirche geht
mit ihren ältesten Teilen auf das Jahr
1190 zurück und sie wurde dem hl. Secundus
geweiht. Hennstedt wird unter seinen damaligen
Namen Hanstede („Zur hohen Stätte“)
im Jahre 1281 in einem Vertrag der Dithmarscher
Kirchengemeinden mit Hamburg urkundlich erwähnt.
Die Reformation und die Lehre Luthers fand Anfang
des 16. Jahrhunderts in Hennstedt Eingang. Im
Zeitraum von der Reformation bis zum 30-jährigen
Krieg war für Hennstedt sowie für
Dithmarschen eine Zeit des Friedens und der
allgemeinen wirtschaftlichen Blüte.
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Dagegen im nordischen Krieg 1713 wurde Dithmarschen
durch Russen, Dänen und Sachsen besetzt.
Plünderungen und hohe Abgaben waren eine
außergewöhnliche Belastung für
die Bevölkerung.
Im Jahr 1765 brannte ein großer Teil des
Dorfes ab, dies führte zu neuen Siedlungsbereichen.
Hennstedt war aber auch stets durch Überschwemmungen
durch die Eider gefährdet. Im Jahr 1825 brach
der Eider-Deich und viele Häuser und landwirtschaftliche
Nutzflächen wurden zerstört.
In beiden Weltkriegen 1914-18 und 1939-45 wurden
keine großen Schäden in Hennstedt angerichtet.
Viele Flüchtlinge fanden nach dem 2. Weltkrieg
eine Bleibe in Hennstedt.
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Erwähnenswert ist, dass in den Jahren 1905
– 1936 eine Kleinbahn durch Hennstedt führte.
Das Bild der Bevölkerung änderte sich
über die Jahrhunderte. Ursprünglich
nur in der Landwirtschaft tätig, kamen später
Handwerker und Gewerbetreibende dazu. Die Industrialisierung
im 19. Jahrhundert führte aus einer Notlage
heraus zu einer verstärkten Ab- und Auswanderung.
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| Postkarte
von Hennstedt aus dieser Zeit |
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Bis heute hat der Trend, dass Hennstedt sich zu
einem Wohnort entwickelt, angehalten. Trotzdem
hat Hennstedt an Attraktivität in den letzten
Jahren gewonnen, einen Anteil hatte auch die Zusammenlegung
der Kirchspielslandgemeinde Delve und Hennstedt
im Jahre 1970 zum Amt Hennstedt.
Als Zentralort verfügt Hennstedt über
Schulen (Grund-, Haupt- und Realschule, Schule
für Lernbehinderte/Zweigstelle Hennstedt),
Sportstätten (Sportplätze, Sporthallen).
beheizbares Freibad und vieles mehr.
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Auch neue Arbeitsplätze konnten geschaffen
werden, z.B. Gut Apeldör mit dem Golfplatz
und seinen Serviceanlagen, Biokraftanlage mit
Tomatenanbau.
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Die Grundversorgung (Ärzte, Apotheke, Gewerbebetriebe,
Handwerk, soziale Einrichtungen) auch für
eine älter werdende Bevölkerung ist
gesichert. Sogar ein neues Pflege- und Altenheim
ist seit Ende 2005 in Hennstedt angesiedelt.
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Anspruchsvolle Wünsche können aber in Heide, Friedrichstadt und Husum
erfüllt werden. Ausflüge nach St. Peter
Ording oder Büsum begeistern jeden Gast.
Auch für junge Mitbürgerinnen und Mitbürger
aus Hennstedt und dem näheren Unfeld gibt
es ausreichend Bauland, um sich mit einem Eigenheim
einen Traum zu erfüllen.
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Wappen und Flagge - Historische Begründung
Die Gemeinde Hennstedt liegt in den Naturräumen
Untereider, Marsch sowie der Dithmarscher Geest.
Die Farben Grün und Gelb (Gold) sollen auf
die naturräumliche Lage hinweisen. Auch ist
die Farbe im Wappen „Amt Kirchspielslandgemeinde
Hennstedt“ enthalten.
Der Ortsname Hennstedt, früher Henstede oder
Honstede lässt sich mit „Zur hohen
Stätte“ übersetzen. (W.Laur 1992)
Die bogenförmige Schildteilung bezieht sich
auf die Ortsnamendeutung.
Die nördliche Grenze der Gemeinde bildet
die Eider, die hier in einen Halbbogen (Omega)
verläuft. Der blaue oder weiße (Silber)
nach oben aufgestülpte Balken soll dieses
beschreiben. |
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Der Charakterbaum und – strauch dieser
grundwassernahen Landschaft ist Weide. Zwei gekreuzte
Weidenzweige sollen darauf verweisen, deren sechsundzwanzig
Laubblätter zugleich das vielfältige
Vereinsleben in der Gemeinde symbolisieren sollen.
Das grüne / rote Rad bezieht sich auf die
hohe Mobilität der Einwohner von Hennstedt,
die als Pendler überwiegend außerhalb
ihrer Arbeit nachgehen. Es soll zugleich als Symbol
für das Handwerk sein, und auf dessen Bedeutung
für die Gemeinde hinweisen.
Die Nabe symbolisiert die zentrale Bedeutung der
Gemeinde Hennstedt. Die acht Speichen beziehen
sich auf die acht Ortsteile von Hennstedt (Östermoor,
Horst, Pferdekrug, Busch, Feierabend, Apeldör,
Landweg, Julianka). |
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